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Lynx Headset Akkutausch

XCitor Lynx Headset Akku Reparatur/Tausch - eine Bastelanleitung.

Zeitaufwand ca 30 Minuten und Kosten knapp €50,00 pro Headset

 

Im Bügel des Lynx Headsets befinden sich die Akkus für das Headset.

Das Handbuch der Headsets findest Du als PDF ganz unten auf dieser Seite bei "Anhänge herunterladen". Es gibt unterschiedliche Angaben von Piloten zu ihren Ladegewohnheiten. Ich empfehle logischerweise die Herstellerangaben, auch wenn ich mich selbst nicht daran halte.

 

Ein Freund ist auf mich zugekommen und hatte massiv Probleme mit dem Funk. Wir mussten feststellen, daß seine Akkus in beiden Headsets tot waren, sich nach dem Laden in kürzester Zeit wieder entladen haben und er dann im Flug nichts mehr gehört hat. Eigentlich müsste das eingestöpselte System Strom vom XCitor bekommen, aber es hat halt nicht funktioniert. Und nach dem Akkustausch ging es dann...

 

Lynx bietet einen Akkutausch an, das bedeutet glaube ich aber das Einschicken nach England und natürlich kostet es mehr, als wenn man es selbst repariert (ich glaube 150,00 bis 200,00€). Und man hat keine Headsets, wenn man sie wegschickt....

Hier nun meine eigene Reparaturanleitung. Das Ergebnis ist definitiv nicht orginal. Aber es funktioniert.

 

Du brauchst dazu einen Lötkolben, Schrumpfschläuche, ein paar paar dünne Elektronikkabel (zum Beispiel aus einem kaputten Rechner), etwa 25cm selbstklebendes Klettband, ein wenig Schaumstoff zum Abpolstern (mit Klebeseite, hatte ich verwendet, Ausgießen mit Kunstharz ist sicher eleganter) und natürlich die Akkus.

Du brauchst 5 Stück Varta v450HR mit Lötfahne, bei Google wird man fündig. Die von mir bestellten hatten allerdings die Lötfahne an der Längsseite. Weiteres siehe unten. Bautechnisch müssen die Anschlußkabel verlängert werden. In 2020 kosten 5 Akkus knapp €40,00. Siehe Bild hier.

Das Bild zeigt das Akku ohne Lötfahne, die ist aber denn doch dran, wenn man bestellt.

Technische Daten des bestellten Artikels (nicht des Originals):

System: Nickel Metall Hydrid Akku
Zusatz: Zelle mit Lötfahne Z-Form
Spannung: 1,2 Volt
Kapazität: 450mAh
Maße (LxBxH): 24,10x34,10x5,60mm
Gewicht: 12,5gramm

 

Zeitaufwand der Bastelei ist etwa 30 Minuten pro Headset.

Kabelseitig wird die Naht des Leders am Bügel aufgetrennt und das Lederpolster auf die andere Seite geschoben. Die alten Akkus sind zwischen den Haltebügeln verklebt. Wenn man diese an den Kabeln abschneidet und die Akkus einseitig von der Unterlage löst, dann hat man die eine gute Grundlage zum zusammenlöten des neuen Akkusatzes. Es kann nicht schaden, wenn man vor dem Auseinandernehmen Fotos von den Anschlüssen macht.

Entsprechend dem Bild hier werden die Lötfahnen leicht umgebogen und mit Schrumpfschlauch abisoliert, damit Plus nicht an Minus kommt. Das Ganze 5 mal macht 1,2Vx5=6V.

Die 5 Akkus aneinander löten, immer Minus an Plus siehe Foto oben bis alle verlötet sind.

 

Die fertig verlöteten Akkus habe ich auf eine 5cm breites selbstklebendes Klettband gedrückt (das Klettband, was auch die Passagierrückenlehne am Tank fixiert). Länge enstprechend dem alten Polstermaterial.

 

Die Zwischenräume werden abioliert. Vielleicht eleganter mit Kunstharz, aber es geht auch so...

Danach werden Plus und Minus mit Kabeln verlängert und an die Originalkabel angelötet. Schrumpfschlauch kann auch nie schaden.

Desgleichen auf der Minusseite.

 

Nach Fertigstellung kann man nochmal die Spannung kontrollieren, ob tatsächlich die 6 Volt da sind, bevor man es dann mit einem weiteren Klebeklett zumacht.

Der Batteriesatz wird auf der Unterseite des Headsets angedrückt, die Klebeseite hilft, die Akkus an den Bügeln zu halten. Ob das Anlegen und Biegen bei einer Kunstharzlösung so funktioniert, weiß ich allerdings nicht.

Anschließend wird ein zweiter Klebeklett über die Bügel gelegt und verklebt die Akkus von oben.

Um einen sichereren Halt zu bekommen habe ich die Klettteile noch mit 3 Klebestreifen befestigt. Danach wird der Lederschutz wieder über die Konstruktion gezogen. Eigentlich müsste man die aufgetrennte Seite noch vernähen, das habe ich mir aber gespart. Geht auch so.

Sicherlich ist die Originalreparatur besser. Ordentlicher. Fachlich korrekter und so weiter und so weiter.

Dies ist meine kleine Heimwerkerlösung, die in der Funktionalität dem Original aber in nichts nachsteht.

 

Letzte Änderung am Freitag, 03 Januar 2020 14:22

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